Wer ich war, wer ich heute bin und meine Vision

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Hallo Du Rebell da draußen!

Keine Sorge, dieser Blog dient mir nicht als Langzeit-Therapie, um mein wahres Ich zu finden und anderen spirituellen Kram. Ich behaupte einfach mal, dass ich in meiner Selbstfindung schon ein großes Stück weit gekommen bin und nach etwa 6 Jahren intensiver Beschäftigung mit meinem Geist und meiner Person, eine gefestigte Persönlichkeit besitze. Dieser Blog soll Menschen verbinden und Menschen helfen. Er soll dir einen Einblick in meinen Alltag gewähren und dir zeigen, dass man nie die Hoffnung aufgeben darf sich selbst zu verwirklichen und man dafür unbedingt kämpfen sollte.

Selbstverwirklichung ist für mich der einzige Weg auf echtes, andauerndes Glück.

Viele Menschen sind sich ihrem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung meiner Meinung nach gar nicht so wirklich bewusst, obwohl es tief in ihnen schlummert. Wenn man sie fragen würde:

Stell dir vor, du wärst diese ganzen Verpflichtungen und sozialen Fesseln los, was wolltest du schon immer tun?

Oder:

Hast du keinen Bock einfach mal dein eigenes Ding zu machen, anstatt jeden Tag wieder in die gleiche Firma, an den gleichen Schreibtisch, zu den gleichen Kollegen und zu den immer wiederkehrenden, tod-langweiligen gleichen Aufgaben zurückzukehren?

Dann kommen häufig ausweichende Antworten wie:

Nein, wieso denn? Ich bin zufrieden mit meinem Job, ich habe Sicherheit und brauch so einen Blödsinn nicht. Im Job geht es nicht darum Spaß zu haben, es geht darum Geld zu verdienen. Beruflich kann man sich eben nicht immer alles so aussuchen, wie man es gerne hätte!

Oder:

Ich versteh dich nicht?! Lern doch einfach was Vernünftiges, dann müsstest du mir solche Fragen nicht stellen und wärst aufgeräumt!

Und genau hier hört mein Verständnis einfach auf. Vielleicht möchte ich mich mit so etwas aber einfach nicht zufrieden geben. Ich tippe einfach mal darauf, dass mein Horizont einfach zu groß ist, um solch einengende, ummauernde Gedanken zu akzeptieren. Ich hatte immer schon große, weite Gedanken ..

Jetzt denkst du dir vielleichtOh man .. schon wieder so ein unvernünftiger, unreifer Tag-Träumer-Hippie, der die harte Realität einfach nicht begreifen will.

In einem Punkt gebe ich dir da sogar Recht. Die Realität kann tatsächlich ziemlich hart sein, aber bei einem bin ich mir da ganz sicher. Die Realität ist wesentlich schwerer zu verarbeiten oder zu ertragen, wenn man sein wahres Potenzial einfach nicht entfalten kann und sich 35, 40 oder sogar 45 Arbeitsjahre an einen Schreibtisch gefesselt sieht und den Traum von jemand anderen wahr werden lässt.

 

Wo bleiben meine Manieren ..

Ich erzähle dir jetzt mal wer hinter diesen Worten steckt und was in meinem Leben so alles schief gelaufen ist. Ich möchte dir hier vollkommene Transparenz zu meiner Person gewähren. Danach komme ich zu meiner Vision und was ich erreichen möchte:

Ich heiße Andi, bin 27 Jahre alt, wohne in der Provinz Augsburgs, bin ein absoluter Naturmensch und kann mich unserer kapitalistischen, Horizont begrenzenden, konservativen und zum größten Teil intoleranten Gesellschaft seit ich denken kann nicht anpassen. Einer Gesellschaft die dich in ein System zwingt, welches sich aus Erfahrungswerten und eingerosteten alten Glaubensansätzen zusammensetzt und kaum Flexibilität und andersartige, bewundernswerte Wege toleriert. Vielleicht bezeichnet mich der ein oder andere als Esoteriker, aber ich glaube daran, dass kosmische Gesetze unser aller Leben beeinflussen und man sich beispielsweise die Prinzipien der Polarität und der Schwingungen bewusst zu Nutze machen kann, um ein besseres Leben zu führen. Doch dazu mehr in bald folgenden Artikeln.

Schon im Kindesalter beschwerten sich nicht nur meine Eltern, sondern auch deren Bekannte, meine Lehrer, meine Mitschüler und deren Eltern, Ärzte, Verwandtschaft und noch viele andere darüber, dass ich so unbelehrbar, aufgedreht, stur-köpfig und unnachgiebig sei. Gute 15 Jahre später muss ich ihnen Allen Recht geben, ich muss wirklich grauenvoll gewesen sein und das tut mir wirklich leid. Ich konnte einfach nicht ertragen, was da ganz Offensichtliches um mich herum geschah. Ich wollte mir keine Fußfessel anlegen lassen..

 

Im Teenager-Alter war ich ständig mit dem Gesetz in Konflikt, musste Unmengen an Sozial-Stunden leisten, Strafen zahlen und sogar 2 Wochen in Jugendarrest. Das Verhältnis zu meinen Eltern befand sich nahezu am Nullpunkt. Meine Eltern haben mich kaum noch gesehen, ich war Nächte lang weg ohne Bescheid zu geben. Zeitweise war ich auch in Verhaltenstherapie und es kam immer wieder zu besuchen bei Jugend-therapeutischen Institutionen. Viel schlimmer ging es nicht. Wenn ich meine Eltern heute frage, wie sie mich von früher in Erinnerung haben, gibt es da aber nicht nur Negatives. Neben diesem jugendlichen Rebellen-Wahnsinn, war ich immer schon sehr kreativ, ideenreich, leidenschaftlicher Querdenker und Zwischen-den-Zeilen-Leser. Man konnte mich kaum in eine Schublade stecken und in mir eine Berufung erkennen. Ich hatte immer schon sehr viele Talente und war extrem sprunghaft. Milde ausgedrückt.

 

Schule? Whatever!

Da mich Schule früher wenig bis gar nicht interessierte, verbrachte ich dort ironischerweise etwas mehr Zeit, als letztendlich von mir eingeplant war. Meine schulische Laufbahn war also auch eher abseits der Norm, wie alles andere an mir auch. Schon ab der ersten Klasse, hatte ich es psychisch nicht wirklich leicht. Meine Mitschüler ärgerten mich ständig wegen meines Übergewichts, zu Hause gab es ständig Streit und die Türen flogen, wenn mein Vater denn mal da war. Er war früher beruflich sehr viel unterwegs und ich hatte eigentlich nichts von ihm. Meine Mutter war absolut überfordert mit mir und versuchte mich mit allen Mitteln unter Kontrolle zu bringen, was schlicht und ergreifend der falsche Weg war und nur noch mehr Trotz in mir auslöste. Heute verstehen meine Eltern, dass Sie mir einfach mehr Verständnis entgegenbringen hätten müssen und ich mich nie akzeptiert fühlte. Ja, früher war das alles gar nicht mal so leicht.

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Nach der Grundschule wechselte ich auf die Hauptschule, oder wie man heute sagt Mittelschule (Klingt doof oder?). Da ich offenbar zu schlau für die Hauptschule war, wechselte ich nach der 5. Klasse auf die Realschule, auf der ich dann bis zur 8.Klasse blieb. Nach unzähligen Verweisen und Konflikten, wurde ich der Schule verwiesen. An diesem Punkt möchte ich aber ganz klar betonen, dass ich von Gewalt absolut nichts halte und die erwähnten Vorfälle, auch nie im Entferntesten etwas mit Gewalt zu tun hatten. Zu meinem Glück, nahm mich die Hauptschule, trotz eindringlicher Warnung der Realschule wieder auf und ermöglichte mir einen der besten qualifizierenden Hauptschulabschlüsse dieses Jahrgangs. Im Abschlussjahr der Hauptschule hatte ich 2 Disziplinarverfahren und war wieder kurz vorm Rauswurf, hätte sich nicht der bereits verstorbene Direktor Walter Braunmiller (†2009) so für mich eingesetzt. Er sah immer schon mehr Potenzial in mir als die Meisten, obwohl ihn andere als sehr streng empfunden haben, hatte er für mich immer großes Verständnis. An dieser Stelle hier ein ganz großes Dankeschön an ihn.

So, Schule beendet, und jetzt? Von beruflicher Orientierung keine Spur, nach wie vor kein Verantwortungsgefühl und der rebellische Geist stärker denn je. Das Bedürfnis einen weiterführenden Schulabschluss zu machen, hatte ich natürlich auch nicht, obwohl meine Abschlussnote dafür locker gereicht hätte. Eine absolut tödliche Mischung, was viele von euch in diesem Alter sicher am eigenen Leib verspüren durften. Ich wollte einfach nicht vernünftig werden.

Nach ein paar Monaten entschloss ich mich dann eine Wirtschaftsschule zu besuchen, da ich keine Lust auf die mir frei stehenden Berufsbilder hatte und ich mich damit schon gleich gar nicht identifizieren konnte. Nach etwa einem halben Jahr brach ich die Schule wieder ab und landete in einer Bildungsmaßnahme – Berufsfortbildungszentrum. Da ich mir hier auch mehr als fehl am Platz vor kam, brachte ich das Minimum an Engagement auf und ergatterte zufällig eine EQJ-Stelle bei KUKA Roboters, als Industriemechaniker. Dort hatte ich 9 Konkurrenten. Nur 2 von uns hatten eine Chance, in ein Ausbildungsverhältnis übernommen zu werden. Zwei Mitschüler prahlten schon nach ein paar Monaten, sie hätten Vitamin-B und wir anderen bräuchten uns nicht weiter anstrengen, was ich nicht weiter ernst nahm. Tja, dumm gelaufen. Nach dem Jahr wurden genau diese zwei übernommen und ich hatte wieder ein komplettes Jahr in den Sand gesetzt, was gefühlsmäßig für mich aber nicht weiter tragisch war, da mir immer noch alles relativ egal war.

 

Ein Licht am Horizont! …Von Wegen.

Einige Monate danach, fand ich nach unzähligen erfolglosen Bewerbungen eine Ausbildungsstelle als IT-Systemkaufmann. Da mein Vater Referent im Außendienst und schon immer in der kaufmännischen Schiene war, riet er mir die Stelle anzunehmen. Innerlich war ich nicht sonderlich begeistert davon, da ich mir weder vorstellen konnte Kaufmann zu werden, noch ständig im Büro am Telefon zu sitzen. Leider blieb mir aber nichts anderes übrig als die Stelle anzunehmen, da ich ohne Alternativen war.

Ich bin ein Mensch, dem es unglaublich schwer fällt, gegen sein Bauchgefühl zu handeln. Es ist mir nahezu unmöglich.

Mein Alltag sah dann 2 Jahre lang so aus, dass ich morgens schon mit hochgradig depressiven Gedanken aufwachte, mit Bauchschmerzen die 50 km im Auto zur Arbeit fuhr und mich den kompletten Tag von verärgerten Kunden am Telefon zur Sau machen ließ. Kaum zu Hause angekommen, stritt ich mit meinen Eltern, da sie selbst nur so vor Problemen überrannt wurden, lag anschließend bis 4-5 Nachts wach und begab mich nach ein paar Stunden Schlaf wieder von Neuem in den Kreislauf. Das Unternehmen in dem ich arbeitete, war schlichtweg lächerlich. Ein Softwarehaus, das hochgradig fehlerhafte Software vertrieb. Ich war für den Telefon-Support zuständig. Ich erkrankte schon bald an Neurodermitis und litt an permanenten Kopfschmerzen und Verspannungen, mit meiner Psyche ging es ernsthaft bergab und unter der Woche konnte ich an nichts anderes denken, als mich am Wochenende einfach nur abzutöten und den Kopf auszuschalten. Was war das? So konnte es nicht weitergehen!

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Da ich zu meinem Abteilungsleiter ein ganz gutes Verhältnis hatte, verriet er mir im Vertrauen, dass er regelmäßig neben der Arbeit einen Psychotherapeut aufsuchte und mit der Arbeit auch kaum klar kam. Kurz danach geriet die Firma in einen finanziellen Engpass und alle Mitarbeiter außer mir und meinem Azubi-Kollegen, wurden in Kurzarbeit geschickt, was unterm Strich für mich doppelt so viel Arbeit bedeutete, da ich dank meiner Fähigkeiten und trotz dem Titel Auszubildender, viel zu viel Verantwortung trug. Erst in der Ausbildung und schon kurz vorm Burnout, wie lachhaft war das denn? Eines Tages beschloss ich dann aus einem Impuls heraus, dass es genug sei und ich kündigte das Ausbildungsverhältnis. Seit dieser Zeit habe ich übrigens eine regelrechte Telefon-Phobie, die sich aber mittlerweile knapp 5 Jahre später wieder legt.

Nach ein paar Monaten Erholung kam ich wieder zu etwas Motivation und begann erneut mit Bewerbungsmarathons. Zwei Jahre lang ohne Erfolg. Durch meinen lückenhaften Lebenslauf, keine Chance mehr in ein vernünftiges Ausbildungsverhältnis zu kommen. Was nun?

Da ich schon immer überzeugt davon war, dass ich sehr großes Leistungspotenzial besaß, konnte ich mich einfach nicht damit abfinden, dass ich mich nun mit der monotonen Arbeit an der Kasse im Lebensmitteldiscounter oder am Fließband abfinden musste. Ich besitze doch so viele Fähigkeiten! Ich besitze Überzeugungskraft, ich bin sehr hilfsbereit und habe immer ein offenes Ohr, falls jemand Probleme hat, ich habe eine ausgeprägte Affinität zum Internet und zur Informatik, habe ein riesiges energetisches Potenzial – wenn ich hinter einer Sache voll stehen kann, bin musikalisch, kann zeichnen, kann mich sehr gut artikulieren.. und und und. Und was wird nun aus all diesen Dingen?

 

Stolz Adé.

Nach einem kleinen Fließband-Job als Kommissionierer, beschloss ich mich mit meinen damals etwa 22 Jahren gegen mein Bauchgefühl, an einer staatlichen 2-Jährigen Wirtschaftsschule zu bewerben um den mittleren Bildungsabschluss nachzuholen. So konnte ich möglicherweise meine Chancen auf eine “vernünftige” Ausbildung verbessern. Ich wurde tatsächlich aufgenommen! Trotz des für mich schwierigen Umfelds, da meine Mitschüler im Durchschnitt 4-5 Jahre jünger waren als ich, absolvierte ich die 2 Jahre und lieferte einen sehr guten Abschluss ab. Man bin ich mir in dieser Zeit teilweise dumm vorgekommen, dass kannst du dir kaum vorstellen. Ich musste unglaublich mit meinem Stolz ringen, was mir im Nachhinein aber auf jeden Fall geholfen hat, meinen Stolz generell einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Und wieder war ich am gleichen Punkt, 24 Jahre alt, keine Ausbildung abgeschlossen. Mehrere Lücken im Lebenslauf, aber einen mittleren Bildungsabschluss. Jetzt musste es funktionieren!

FEHLANZEIGE! Nach unzähligen, weiteren erfolglosen Bewerbungen und einem kurzzeitigen Job als Elektro-Helfer, in dem ich etwa 100kg schwere Spielothek-Automaten warten und sie winzige Hinterhof-Wendeltreppen hoch und runter hieven musste, entschloss ich mich aus Alternativen-Mangel auf die Fachoberschule zu wechseln. Mal wieder gegen die Überzeugung meiner Eltern, wo wieder erheblich jüngere Mitschüler auf mich warten würden. Ich bestand die Aufnahmeprüfung und fing das Schuljahr an. Nach einigen Wochen ging es mit meinem Selbstbewusstsein drastisch bergab und ich konnte einfach nicht fassen, wie ich mit 24 Jahren in diese Lage und in diesen Zugzwang geraten konnte .. Da es ohnehin schon ein Wunder war, dass meine über die Jahre angeschlagene Psyche das alles ertrug, ging es nach ein paar Monaten einfach nicht mehr. Ich fühlte mich als wäre ich ein Nichts .. ich würde nie mein Leben auf die Reihe bekommen, ich würde das Abitur sowieso nicht schaffen, ich hatte einfach verkackt. Das wars, Game Over – Das halte ich einfach alles nicht aus.

 

Ich sag dann mal Tschüss

Da die Unstimmigkeiten zwischen meinen Eltern und mir, und deren Inakzeptanz gegenüber mir, das absolute Maximum-Level erreicht hatten, brach ich die Fachoberschule zum Bedauern der Lehrer dort ab und ging fort von zu Hause. Glücklicherweise hatte ich einen sehr guten Freund, dessen Mutter mich für ein paar Monate aufnahm, andernfalls hätte ich nicht gewusst, was mit mir geschehen wäre. Nach monatelangem Exzess-feiern und Vergessen, musste ich mir selbst eingestehen, dass es so nicht weiterging und ich einen Entschluss fassen musste. Ich kam auf die wahnwitzige Idee, einfach meinen Rucksack zu packen, mit dem Zug nach Italien zu fahren. Von dort aus, wollte ich durch Italien, Frankreich und Spanien laufen, um wieder zu mir selbst zu finden. An durchgeknallten Ideen mangelte es mir noch nie, haha. Da mein bester Freund zu dieser Zeit ganz ähnliche Probleme hatte, entschloss er sich spontan mit mir mit zu kommen. Etwa 1-2 Wochen nachdem ich diese Idee hatte, schlossen sich noch 2 weitere Freunde von mir an, die sich auch in einer Lebenskrise befanden. In den Monaten vor der Reise, hatte ich etwa 15 Kg vor Stress und innerer Unzufriedenheit abgenommen. Vorher wog ich etwa 118 Kg auf 1,85 m Körpergröße, ich war also extrem übergewichtig.

Gesagt getan! Einen Monat nach dem Entschluss, diese waghalsige Idee umzusetzen, stiegen wir mit Rucksäcken bepackt in den Zug nach Genua (Italien). Von dort aus liefen wir an der Küste durch Naturreservate, durch Gebirge (z.B. die Pyrenäen), verlassene Strände und Buchten, nach Barcelona (Spanien). Wir hatten kaum Geld, aber wir besaßen einen eisernen Willen und eine gehörige Portion Mut. Ohne Hotel oder sonstige bequeme Aufenthalte, liefen wir von April bis Anfang Juli an den schönsten Küstenabschnitten Italiens, Frankreichs und Spaniens und erfreuten uns bester Gesundheit.


Wir schliefen zwischen Obdachlosen, unter Brücken, am Strand, in verlassenen Häusern.. wo es uns eben gerade passte. Zur Not hatte jeder noch ein 1-Mann-Zelt dabei, für den Fall, dass es regnen würde.

Da ich früher starker Asthmatiker war und immer noch Pollen-Allergiker bin, war das Leben am Meer ein absoluter Traum für mich und ich hatte kein einziges gesundheitliches Problem mehr. Alle Beschwerden waren wie weggeblasen, vom salzigen Wind des Meeres.

Nach 3 Monaten, etwa 1.400 Km Fußweg und weiteren 20 Kg weniger Körpergewicht, gelangten wir endlich in Barcelona an und verbrachten noch 2 tolle Wochen dort, bevor wir nach Hause flogen.

1.400Km zu Fuß – Eine total verrückte Reise (Teil 1)

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Kaum zu Hause angekommen holte mich zwar wieder der Alltag mit Arbeitsagentur und anderen lästigen Dingen ein, ich besaß aber eine sagenhafte Gelassenheit und viel mehr Achtsamkeit. Ich nahm auf dieser Reise so viele Dinge mit, die mir erst weit im Nachhinein klar geworden sind. Heute 2 Jahre später, freue ich mich immer noch sehr oft über ganz kleine Dinge, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe und fließend Wasser habe oder den Kühlschrank öffne. Ich schätze alles so unglaublich viel mehr und empfinde so viel mehr Lebensfreude.

Kurz nach meiner Rückkehr, erlitt mein Vater zufällig an dem gleichen Tag, an dem ich zu Hause vorbeischaute einen Herzinfarkt .. den er glücklicherweise überlebte. Ich saß an seinem Bett und hielt seine Hand, als wir auf den Krankenwagen warteten. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich, dass er mich wirklich braucht. Kurz nach diesem Vorfall begruben meine Eltern und ich unsere jahrelangen Diskrepanzen und sprachen uns aus. Nun wohne ich wieder vorübergehend bei ihnen, bis ich mir etwas Eigenes aufgebaut habe und bin unglaublich froh darüber, dass wir uns wieder verstehen.

In der Zwischenzeit, hatte ich mich neben einem erneuten Bewerbungsanlauf, für ein einmonatiges Praktikum in einer kleinen Marketing-Agentur in München beworben. Schon nach den ersten 3 Tagen des Praktikums und trotz 6 Konkurrenten, wurde ich vom Chef zu einem Gespräch unter vier Augen gebeten. Er erzählte mir, dass er von meiner technischen Affinität und generell von meiner Person total begeistert sei und mir für September einen Ausbildungsplatz als Kaufmann für Marketingkommunikation anbieten möchte. Wow, wie geil war das denn?! Und damit nicht genug. Er bot mir ein einjähriges, berufsbegleitendes Studium als Online-Marketing Manager (IHK-zertifiziert) an, welches ich neben der Ausbildung oder anschließend absolvieren sollte. Zu schön um wahr zu sein. Da er mich sogar noch die 8 Monate bis Ausbildungsbeginn bei sich beschäftigen wollte, konnte ich natürlich nicht ablehnen und konnte kaum fassen wie mir geschah. Nach zwei Monaten wurde mir die harte Realität wieder mal klar. Zwei Auszubildende und eine Festanstellung hatten in der Zeit, in der ich da war, gekündigt. Ich wurde ständig vertröstet und hatte bis zu diesem Zeitpunkt weder Geld, noch einen Ausbildungsvertrag in den Händen. Trotzdem ich ihn ständig auf den Vertrag angesprochen hatte, war er sich offensichtlich vollkommen darüber im Klaren, dass ich ohne Alternativen war und er mit mir machen konnte was er wollte.

Falsch gedacht. Ein paar Tage Später blieb ich mit der Begründung, dass Arbeitsamt würde hierbei nicht mit spielen, zu Hause. Einen Monat später meldete er sich erneut bei mir und erzählte mir, dass ich sofort den Ausbildungsvertrag bekäme, wenn ich nun wieder auftauchen würde. Er hätte mit der Arbeitsagentur zwischenzeitlich alles geregelt. Von Wegen. Ich tauchte voller Tatendrang auf und musste nach Kurzem wieder feststellen, dass er mich an der Nase herumgeführt hatte. Kein Geld, kein Ausbildungsvertrag. Nach ein-einhalb Monaten ständigen Bohren und Nachfragen hatte ich die Schnauze gestrichen voll und erschien nicht mehr dort. Innerlich hatte ich mir schon vor Beginn des Praktikums ein Ultimatum gestellt, wenn es dieses mal nicht klappen würde, würde ich es nicht mehr auf dem regulären Weg versuchen…

Endlich geschafft! Jetzt hast du hoffentlich eine grobe Vorstellung davon, wer hier eigentlich schreibt. Und ich freue mich wahnsinnig, wenn du es bis hier geschafft hast. Jetzt hast du es auf jeden Fall verdient zu erfahren, was nun mein Plan ist und welche großartige Vision ich habe.

Meine Vision

Ich träume davon, meine Notlage zu meiner Berufung zu machen. Ich werde dir hier auf diesem Blog über meinen ganz persönlichen Ausbruchversuch aus dem System berichten und wie ich mich aus der Arbeitslosigkeit selbstständig mache. Ich weiß das viele von euch da draußen in ganz ähnlichen Lebenslagen sind und eine schwierige Vergangenheit besitzen. Wir müssen zusammen halten und uns vernetzen! Ich wünsche mir mein eigener Herr zu sein und möchte mich beruflich zum ortsunabhängigen, digitalen Nomaden transformieren. Ich werde mir ein ortsunabhängiges Online Unternehmen aufbauen und dir hier immer wieder davon berichten.

Mein Ziel ist es langfristig mein Online-Unternehmen so gut auszubauen und auszulagern, dass ich genügend Kapazität und finanzielle Freiheit für mich schaffe. Sodass ich mich darauf konzentrieren kann Menschen zu helfen und mich meinen Non-Profit Projekten widmen kann. Vordergründig werde ich mich in nächster Zeit mit dem Erwirtschaften von passivem Einkommen im Internet beschäftigen. Momentan verdiene ich mein Geld als Freelancer und arbeite für ein amerikanisches Online-Marketing Unternehmen.

Daneben baue ich seit ein paar Monaten mein eigenes Online-Marketing Unternehmen auf und bin überwiegend im Affiliate-Marketing tätig, bekomme ein 1to1-Gründungscoaching von der Arbeitsagentur gezahlt, beantrage in ein paar Wochen meinen Gründerzuschuss und kann sobald ich das Coaching absolviert habe den Absprung wagen. Schlimmsten falls könnte ich irgendwann zurück in den Leistungsbezug fallen, allerdings werde ich so lange meinen Traum versuchen zu verwirklichen, bis es funktioniert!

Mir liegen vor Allem auch Menschen am Herzen, die keine berufliche Perspektive mehr sehen. Oft haben solche Menschen schon die Hoffnung glücklich zu werden aufgegeben, oder noch viel schlimmer sich selbst. Genau aus so einer schier ausweglosen Situation, können unglaubliche Energien freigesetzt werden. Ich möchte diesen Menschen wieder Hoffnung und Mut geben!

Es existieren schon viele Menschen da draußen, die erfolgreich den Weg des digitalen Nomaden eingeschlagen haben und ihr Geld auf ganz andere, neue Art verdienen. Um nur eine Hand voll der Bekannten zu nennen:

Conni von http://www.planetbackpack.de
Ben von http://www.anti-uni.com
Johanna von http://www.fruityhabits.de
Sebastian von http://www.wirelesslife.de
Tim von http://www.earthcity.de
Sebastian von http://www.off-the-path.com

Auch in meinem Umfeld gibt es erfolgreiche digitale Nomaden:
Mein Freund Marco & seine Freundin Sara von
http://www.loveandcompass.de

und viele, viele mehr!

Ich liebe es zu Reisen und möchte mein Geld auch von unterwegs verdienen können. Die Fähigkeiten dazu habe ich, und du hast sie auch, vertrau mir!

Ich möchte hier eine Community aufbauen, in der sich Menschen gegenseitig unterstützen und motivieren diesen Traum zu realisieren und zu leben. Später möchte ich evtl. Coachings anbieten und Buchautor werden.

Ich möchte hier gemeinsam mit allen bereits unabhängigen, digitalen Nomaden eine berufliche Revolution einleiten und Menschen helfen ihr persönliches Potenzial zu entdecken und zu entfalten. Ich werde dafür hart arbeiten und nicht aufhören zu kämpfen.

Was Digitale Nomaden genau sind und wie man im Internet als Anfänger Geld verdienen kann, kannst du hier nachlesen: Die berufliche Revolution – Digitale Nomaden

Mit diesem Blogpost nehme ich am ERGO-Gewinnspiel 2016 teil. #DeinWeg

Ganz liebe rebellische Grüße,

Dein Andi

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Hey! Ich heiße Andi, bin 27 Jahre alt und wohne momentan in der Provinz Augsburgs. Ich bin ich ein absoluter Naturmensch und angehender digitaler Nomade, der immer auf der Suche nach dem Abenteuer ist!

10 Gedanken zu „Wer ich war, wer ich heute bin und meine Vision

  • Wow, toller Blog! Ich drück dir ganz fest die Daumen und bin mir sicher, dass du es schaffen wirst! Werde definitiv öfters hier rein schauen… 😉 Liebe Grüße aus Berlin, deine Ex-Klassenkameradin Antonia 😛

    • Hey Antonia 😀 freut mich von dir zu hören und danke für die netten Worte! Schön das dir der Blog gefällt, dann war es die Mühe schon mal wert. Ganz liebe Grüße zurück nach Berlin 😉

  • Hey Andi!
    Könnte den Post noch 10 mal lesen, finde ihn immer wieder total klasse!
    Habe heute morgen einer bekannten deinen Blog geschickt. Sie meint “verrückt was es für Menschen gibt”
    Ob das nun gut oder schlecht ist konnte ich noch nicht erfragen 😀
    Machs Gut!
    Madeline

  • Wow, was für ein bisheriger Lebensweg. Man liest viel im Internet über aus dem Hamsterrad-Flüchtende, System-Aussteiger und Ähnliches. Oft denk ich mir bei den stereotypisch Absolventen von Elite-Universitäten wahlweise BWL-Studenten oder beides, denen der überbezahlte 9-5 Job auf den Geist geht: Wat willst du mir über Sinnfindung erzählen. Und spätestens ein Jahr später glänzen sie mit überteuerten Online-Produkten, in denen sie anderen zeigen, wie man bloggt. Wertschöpfung Adé.
    Neugierig bei dir wurde ich, als ich bei FB las, dass du dir ein passives Einkommen ermöglichen möchtest, um die Freiheit zu haben anderen Menschen über Non-Profit Organisation zu helfen. Las ich bisher nie bei irgendwem anders in dieser Weise. Oder dass du den Standpunkt teilst, dass Digitale Nomaden die Verpflichtung hätten an anderen Orten soziales Engagement zu zeigen. Das überraschte mich positiv.
    Bin gespannt, was du zu erzählen hast und wie sich der Blog hier weiterentwickelt.

    Bis bald, Yasemin aka Weltenbewegerin

    • Hallo liebe Yasemin! Danke für deinen netten Kommentar. Freut mich sehr zu hören, dass du meine Vision gut findest.
      Ich bin selbst gespannt, wie sich das alles entwickeln wird. Wie du bestimmt gelesen hast, ist meine momentane Lage denkbar ungünstig um direkt mit meinen Herzensprojekten durchzustarten. Leider muss ich vordergründig erstmal ans Geld verdienen denken, so schwer es mir auch fällt.

      Bis bald! LG Andi

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