Alles gar nicht mal so einfach mit der Selbstständigkeit

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Selbstständig

Höchste Zeit um dir etwas Einblick in mein Gefühlsleben und meine derzeitige Situation, im Bezug auf die Existenzgründung, zu verschaffen. In diesem Artikel werde ich dir erzählen, wie das Gespräch mit meinem neuen Existenzgründungs-Coach verlaufen ist, wie ich momentan mit Gefühlen, wie z.B. Selbstzweifel oder Angst umgehe und es schaffe meine Motivation aufrecht zu erhalten. Außerdem erfährst du, an was genau ich momentan arbeite und welche Hürden es für mich in naher Zukunft zu meistern gilt. Los geht’s!

Mein neuer Existenzgründungscoach

Vergangenen Donnerstag hatte ich das Erstgespräch mit meinem neuen Existenzgründungs-Coach. Da ich die letzten 3 Wochen nahezu durchgearbeitet hatte, beschloss ich den Abend zuvor mit einigen Gläsern Rotwein, meiner besten Freundin und einer gehörigen Portion guter Laune zu verbringen. Natürlich ging das dann bis tief in die Nacht und ich war entsprechend gerädert, als ich am nächsten Tag, in aller Herrgotts-Früh im Bus in die Augsburger Innenstadt saß. Ich war auf diesen Termin, so wie man es von meiner Freiheits-bedürftigen Person erwarten darf, null vorbereitet. Allerdings besitze ich in solchen Fällen ein unglaubliches Selbstvertrauen, da ich in der Regel ausgesprochen redegewandt bin, großes Empathie-Bewusstsein besitze und so extrem schnell auf ein freundschaftliches Level in solchen Gesprächen komme.

Von Kopfschmerzen, einem grauenhaft trockenen Mund und einem flauen Magen geplagt, begab ich mich schweren Herzens in die Zentrale der DAA (Deutschen Angestellten Akademie). Fragt mich nicht warum die Deutsche Angestellten Akademie heißt und Selbstständige in der Gründung begleitet. Irgendwie passt das ja wohl sinngemäß nicht ganz zusammenaber whatever. *schmunzel* 

 

Das Gespräch

Du musst wissen, ich bin in den meisten Fällen ein ziemlicher Small-Talk Gegner und lasse mich mittlerweile nicht mehr dazu hinreissen ein Gespräch am Laufen zu halten, wenn es mir zu wenig Substanz bietet. Da lasse ich mich bei Menschen die mich nicht kennen auch gerne mal als Sozialphobiker abstempeln. Die peinliche Stille ist mir dann scheiss egal – I am sorry. Ich habe nach einigen temporären Freundschaften und Bekanntschaften einfach gelernt, dass ich meine Zeit möglichst sinnvoll verbringen sollte und verbinde mich daher fast ausschließlich nur mit Menschen, die positiv eingestellt sind und mir gut tun. Um Gottes Willen, die Menschen mit denen ich nicht zurecht komme, sind trotzdem toll und einzigartig, nur sie passen eben leider nicht zu meinem Way of Life – so einfach ist das für mich.seminar-1184788_1920

Glücklicherweise stellte sich ziemlich schnell heraus, dass mein neuer Coach einige Parallelen zu mir aufwies. Nachdem er mich über mein Vorhaben ausgefragt hatte und wir etwa eine Stunde über meine Business- / Marketingpläne gesprochen hatten, wurde das Gespräch immer privater. Schon nach Kurzem sprachen wir darüber, wie sich unsere Gesellschaft von den Medien blenden/lenken lässt und wieso kaum einer bereit ist diesen ganzen Blödsinn vor unserer Tür zu hinterfragen. Ich erklärte ihm, dass ich mich kaum mit Politik beschäftigen und nahezu kein TV sehen würde, geschweige denn die Nachrichten. Ich erklärte ihm, dass ich meine emotionalen Kapazitäten nicht für dieses ständige Bombardement der negativen Informationen verschwenden wolle. Ich war noch nie ein Fan davon, mir bereits drei mal aufgewärmte Suppe vorsetzen zu lassen. Ich setze daher immer schon auf persönliche Unterhaltungen und das sammeln eigener Erfahrungen, in Sachen Informationsbeschaffung.

 

 

Für mich macht es einfach keinen Sinn, sich ständig irgendwelchen abgefälschten Informationen, die zum Großteil entweder totaler Bullshit sind oder aus unnötiger Panikmache und Verschleierungs- /Fassadentechnik bestehen, auszusetzen.

Ich setze mir mein Bild der Dinge schon immer selbst zusammen und versuche diesen unnötigen seelischen Ballast der Medien schon seit Längerem zu entgehen! Von meinem Smartphone habe ich ich übrigens auch schon vor über einem Jahr getrennt.

Nichts gegen Menschen, die sich akribisch genau mit besagten Medien und deren Herkunft beschäftigen. Mit genügend Engagement, sind hier sicherlich auch weniger verfälschte Informationen zu beschaffen. Ich allerdings möchte meine Zeit anders nutzen und blende solche Dinge eben zum größten Teil aus, denn meine Energie ist mir dafür zu kostbar. So kann ich sie besser, auf für mich nützlichere Dinge fokussieren. Jetzt gibt es sicher den ein oder anderen, der meine Einstellung hierzu einfach nicht verstehen kann oder möchte. Jedem seine Meinung, allerdings können mir solche Moralapostel gestohlen bleiben. Mir ziemlich schnuppe, wenn du mich nicht akzeptieren willst.

Nach etwa zwei-einhalb Stunden, erzählte mein Coach mir, dass er meine Idee für gut befand und mir eine Stellungnahme für das JobCenter ausstellen wolle. In der Stellungnahme würde er mir befürworten, dass meine Idee mehr als tauglich sei und das JobCenter mir einen Gründungszuschuss (Einstiegsgeld) genehmigen sollte. So eine fachkundige Stellungnahme sei wohl neben eines vernünftig ausgearbeiteten Business-Plans, für den Gründungszuschuss notwendig, erzählte er mir. Außerdem einigten wir uns darauf in etwa 2 Wochen mit dem Coaching zu starten.

Das ganze dauert etwa 3 Monate und nimmt 6 Stunden pro Woche in Anspruch.

Nachdem ich meine Idee meiner zuständigen Sachbearbeiterin vor etwa zwei Monaten vorgetragen hatte, stellte diese mir ohne zu zögern einen Bildungsgutschein aus. Mit diesem Bildungsgutschein, werden die Kosten des Coachings und meine Anfahrtskosten komplett übernommen.

 

Euphorie & Selbstzweifel – Zwei ständige Begleiter

Gepusht von der positiven Energie dieses Gesprächs, lief ich danach gemütlich durch die Augsburger Innenstadt, aß einen Döner um etwa 10.30 Uhr vormittags (Vorsicht! – um diese Uhrzeit dürfen übrigens nur echte Rebellen Döner essen) und erfreute mich mal wieder daran, meine Zeit so einteilen zu können, wie ich es wollte.

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Das heroische, von Euphorie gespickte Gefühlsgemisch blieb mir noch bis zum Abend erhalten. Plötzlich packte mich wieder einmal dieses seltsame Gefühl. Das Gefühl, als würde dir kurz mal jemand den Boden unter den Füßen wegziehen. Du weißt von welchem Gefühl ich spreche? Ganz genau .. dieser beschissene, total lästige Selbstzweifel.

Mir wurde mal wieder so richtig bewusst, was ich hier im Begriff war zu tun und welche Verantwortung das Alles mit sich brachte. Da ich in der Vergangenheit sehr viele Fehler begangen hatte und mir zwar klar war, dass man Fehler nunmal machen müsse um sich weiterzuentwickeln, meldete sich trotzdem mal wieder mein unnützes und brutal nerviges Ego zu Wort:

 

Was wäre, wenn ich mich mit diesem Vorhaben total überschätzt hatte?

Wie zur Hölle sollte ich diesem Druck nur standhalten?

Das war erst der Anfang – was würde wohl noch an wesentlich schwierigeren Phasen

auf mich zu kommen?

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Fuck off! Verstand schweig still!

Lauf einfach weiter Andi – Augen zu und durch!

Was soll schon passieren?!

Du hast doch auch sonst vor fast nichts Angst!

 

Diese plötzlichen Angst- /Selbstzweifelgedanken und Gefühle muss man kontinuierlich bekämpfen. So lange, bis du jedes mal, wenn du wieder an einen derartigen Punkt kommst, ganz von alleine die passenden, nennen wir sie mal “Gegengift-Gedanken” entwickelst. Selbstzweifel und Angst sind die größten Störfaktoren, wenn du ein freies, selbstbewusstes Mindset entwickeln möchtest. Meistens reicht es bei mir auch diese unnützen Gedanken so gut es geht auszublenden und eine Nacht darüber zu schlafen. Manchmal bin ich aber auch ein paar Tage ziemlich antriebslos, kann mich aber dann nach etwas Erholung wieder nach oben pushen. Alles eben ein Lernprozess, der aber sicher nicht von alleine voranschreitet – so viel kann ich dir schon mal versichern.

 

Meditation

Da ich ohnehin ein relativ hitzköpfiger Mensch bin, der relativ viel Energie dafür investieren muss entspannt zu bleiben, meditiere ich übrigens schon seit etwa ein-einhalb Jahren fast täglich. Wenn ich heute erzähle, dass ich eigentlich ein sehr unruhiger Mensch und oft angespannt bin, schauen mich die Meisten erstmal total verdutzt an. “Du ein unruhiger Mensch? – Das glaub ich dir nicht, du wirkst doch total relaxed..”. Die Menschen die mich sehr gut kennen, merken mir manchmal schon noch an, wenn ich unruhig bin. In der Zeit seit ich angefangen habe zu meditieren, hat sich aber schon wahnsinnig viel, im Bezug auf meine Gelassenheit getan.

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Das erste halbe Jahr war ich mit einem Freund, einmal die Woche zu Besuch in einem Buddhismus-Zentrum in meiner Nähe. Hier haben wir jedesmal ein paar Stunden mit einem thailändischen Mönch verbracht, der uns Schritt für Schritt in die Meditation führte. Im Anschluss an die ein-stündige Meditation, sprachen wir mit ihm noch über Spiritualität, welche Probleme wir noch in uns sahen und wie wir die Beseitigung dieser am besten in Angriff nehmen konnten. Eine sehr schöne, lehrreiche, aber auch anstrengende Zeit für mich damals. Da ich einige gesundheitliche Probleme hatte, sah ich zu der Zeit keinen anderen Ausweg mehr für mich, als die Meditation. Hierüber schreibe ich bald noch einen extra Artikel für dich – Wie ich genau zur Meditation kam, wie das ganze funktioniert und welchen Nutzen sie für mich hat.

Ich bin sicher kein Profi der Meditation, dafür ist meine Selbstdisziplin noch weit aus zu wenig. Allerdings bin ich auf einem sehr guten Weg die Meditation richtig zu lernen. Meditation ist mittlerweile zum festen Bestandteil meines Lebens geworden und sie wäre nicht mehr für mich wegzudenken.

 

Was steht die kommenden Wochen noch so an?

Neben dem ekelhaften Papier- /Formularkrieg des JobCenters, gilt es für mich eine Rentabilitätsvorschau der nächsten 6 Monate so zu gestalten, dass sie dem Amt in den Kragen passt und ich den Gründerzuschuss bewilligt bekomme. Das ganze gestaltet sich relativ schwierig, da ich nun einen Kunden habe, für den ich ca. 10 Stunden/Woche verwaltungstechnische Arbeit, auf einigen Affiliate-Seiten, leiste. (Dabei habe ich viel weniger das Geld, als viel mehr den Lerneffekt dieser Arbeit im Kopf – Schließlich bin ich gerade dabei eigene Nischen-Affiliate-Seiten aufzubauen).

Hierbei gilt es für mich zu beachten, dass ich die maximale Verdienstgrenze des JobCenters nicht übersteige, denn damit würde ich aus dem ALG-Anspruch fallen und das Existenzgründungs-Coaching abbrechen müssen. Idiotisch, oder? Des Weiteren muss ich mit diesem Kunden eine immer höher werdende Ratenzahlung vereinbaren, da das JobCenter einen Anstieg des Verdienstes sehen möchte. So halte ich mir die Möglichkeit offen den Gründerzuschuss um ein paar weitere Monate zu verlängern. Hier darfst du dir gerade in der Startphase nicht zu fein sein, deine Möglichkeiten zu nutzen. Versuche etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken und alles mitzunehmen was geht. Grade Krankenkasse und andere Versicherungen sind am Anfang schwierig zu bezahlen, wenn du noch keine festen Kundenstamm und regelmäßiges Einkommen hast.

 

Die Mastermind Gruppe

Neben meiner Blogger Support Community, bin ich übrigens gerade dabei eine sog. Mastermind-Gruppe zu gründen. Wenn du auch gerade dabei bist ein Unternehmen zu gründen oder du es vor hast, solltest du unbedingt auch einer Mastermind-Gruppe beitreten oder wie ich eine gründen.

 

Alles in Allem kann man sagen, dass die Sache mit der Selbstständigkeit natürlich kein einfaches Unterfangen ist. Allerdings ist hier einfach nur deine Einstellung und dein Selbstbewusstsein entscheidend für den Erfolg. Du musst an dich glauben und dich von den immer wiederkehrenden, teilweise schwierig zu handhabenden Gefühlen nicht unterkriegen lassen. Ich bin wirklich schon sehr gespannt darauf, was mir noch für Hürden bevorstehen und freue mich an ihnen zu wachsen.

 

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Ganz liebe rebellische Grüße,

dein Andi

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Hey! Ich heiße Andi, bin 26 Jahre alt und wohne momentan in der Provinz Augsburgs. Ich bin ich ein absoluter Naturmensch und angehender digitaler Nomade, der immer auf der Suche nach dem Abenteuer ist!

4 Gedanken zu „Alles gar nicht mal so einfach mit der Selbstständigkeit

  • Hallo lieber Andi,

    danke für deine ehrlichen und offenen Worte und ich finde es klasse, dass du uns so daran teilhaben lässt. Das mit den Ängsten und Zweifeln kenne ich, die gehören glaube ich einfach sowas von dazu. Ich finde es gut, sie einfach zuzulassen und ihnen Raum zu geben, einfach mal hinfühlen und mir Zeit dafür nehmen, tut mir gut. Ich meine, es geht ja wirklich gerade auf eine krasse Veränderung deines Lebens zu und da wollen sie dich glaube ich nur drauf aufmerksam machen, also lass sie halt sein und schau hin. Mir hilfts dann auch, mir die Frage zu stellen, was denn meine Alternativen sind.. und dann merke ich sofort wieder, dass ich genau das, was ich gerade mache will und, dass es sich lohnt auf genau diesem Weg weiter zu gehen. Und dann sind sie meist weg 🙂

    Ich mags, wie du schreibst und finde ich mich darin wieder! Danke dafür!

    Alles Liebe, Nadin

    • Danke für die netten Worte Nadin 🙂 da hast du Recht, dass beste ist definitiv die Gefühle zu zu lassen! Allerdings muss ich für mich momentan einen Mittelweg dazu finden, da diese Gefühle schon des öfteren auftreten und ich meinem Körper leider nicht jedesmal so eine regenerative Phase gönnen kann. Ich versuche das jetzt auf anderen Wegen, z.B. möchte ich mehr Sport machen und mir zwischendrin mehr gönnen. In der Anfangsphase habe ich leider meine Gesundheit an zweite Stelle gestellt, dass wird sich jetzt wieder ändern! LG Andi

    • Ganz genau Bojan, aufgeben kommt gar nicht in Frage! Ich versuche die Gesundheit nun wieder an erste Stelle zu stellen und mir mehr zu gönnen. Dann kommen solche Gedanken i.d.R nur selten. Man sollte hier einen guten Mittelweg finden und sich nicht überfordern. LG Andi

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